Raum

Leerer Raum, voller Raum, gedachter Raum, virtueller Raum, gefühlter Raum, angespannter Raum – Raum ist das Material mit dem wir arbeiten. Neben seinen physischen Gegebenheiten zeichnet er sich durch ein eigenes, subjektiv empfundenes Klima aus. Ob gewollt oder nicht, erzählt jeder Raum auch eine Geschichte mit eigener Dramaturgie. Diese Geschichte gilt es zu verstehen, umzuschreiben, zu verstärken, abzuschwächen oder manchmal auch einfach ihren Ton zu ändern. Das Ergebnis ist Raum auf den sich der Besucher einfacher einlässt und der länger in Erinnerung bleibt.

Grafik

Design Grafik – der studierte Ursprung von Goller&Vos. Ein wichtiger Teil narrativer Gestaltung. In Text – oder Bildform kann sie den Raum thematisch aufladen, strukturieren und den Besucher leiten. Sie ist die direkteste Möglichkeit den Raum zum sprechen zu bringen. Ferner kann durch Grafik Distanz (abstrakte Grafiken) oder Nähe (reale Bilder) zu speziellen Inhalten erzeugt werden. Gerade bei Projekten mit sensiblen Informationen ist es wichtig den richtigen Grad an Abstraktion zu finden. So wird die Aufnahme der Information leichter und bietet Raum zum weiterdenken.

Inhalte

Der Ursprung der Projekte. Sofern nicht schon vorhanden, erarbeiten wir Inhalte zusammen mit dem Auftraggeber und projektabhängigen Experten. Mit Blick auf Bedürfnisse, Erwartungen und Fähigkeiten der Zielgruppe wird dem Inhalt ein angemessener Ton verliehen. Dieser Ton nimmt im Gestaltungsprozess Einfluss auf Struktur und Dramaturgie der Inszenierung und schafft ein Identifikationsmoment mit dem Besucher.

Sound

Der Sound ist der intuitive Begleiter der Inszenierung. Er gibt uns die Möglichkeit unsichtbar Einfluss auf das Raumklima zu nehmen. Sounds können uns Sicherheit vermitteln, wie beispielsweise im Flugzeug oder Unsicherheit wie eine knarzende Tür. Atmosphärische Sounds regen die Phantasie an und lassen individuelle Bilder beim Besucher entstehen. Man kann aber auch, in Form von Hörspielen, konkrete Inhalte transportieren und ganze Geschichten erzählen.

Material

Begreifen durch Anfassen ist einer unserer Credos. Jede Berührung ist Information. Der sensible Umgang mit Haptik und Textur von Objekten bietet die Möglichkeit die Raumerfahrung sinnlich zu ergänzen. Wie das Salz in der Suppe ist es eine sensible Komponente der Inszenierung. Eine klare Intention bei der Wahl des Materials ist wichtig aber leider oftmals aus Kostengründen schon vorbestimmt – wir bestehen trotzdem auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema – das kann man als kleinkariert, oder auch als Liebe zum Detail verstehen.

Video & Licht

Light is knowledge – Ein Zitat, was auch auf die Gestaltung von Raum zutrifft. Licht ist wie Branding – es inszeniert passende Informationen während es andere verhüllt. Licht kann als Gestaltungselement der Wegweiser innerhalb einer Dramaturgie sein. Zusammen mit der Video – und Motionkünstlerin Lea Nagano sind wir in der Lage Botschafen in bewegte Lichtbilder zu packen und räumlich erlebbar zu machen.

Prozeduren & menschliche Interaktion

Auch Abläufe und menschliche Interaktionen können gestaltet werden. Wir greifen auf, was im Service Design und Immersive Theatre schon lange praktiziert wird. Zwar ist diese Komponente die unberechenbarste, hat dafür aber riesiges Potential in der dramaturgischen Vermittlung. Ob der Einsatz von externen Darstellern oder einstudierte Verhaltensweisen des Personals – die menschliche Komponente kann zum glaubwürdigen Werkzeug einer ganzheitlichen Erfahrung für den Besucher werden.

Dramaturgie

Die dramaturgische Struktur des Besuchererlebnisses beschreibt den zeitlichen Ablauf wie und wann welche Information erlebt wird. Bekannte Strukturen aus Literatur und Film können auf Raum und Besucher übertragen werden. Eine klassische Struktur ist z.B. Campbells Heldenreise. Der Besucher wird zum Helden, der Raum zum Mentor und die zu vermittelnde Botschaft zum Ziel der Reise. Solche Strukturen helfen den kognitiv – und emotionalen Lernprozess eines Besuchers darzustellen.